L'EUROPE SAUVAGE
Musiktheaterstationendrama
der HKB im Berner Galgenfeld

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25. – 27. Januar 2018 


Mit «L’Europe sauvage» erweitert die Hochschule der Künste Bern (HKB) das experimentelle Veranstaltungsgefäss «Laboratorium» um neue Aspekte. Regie in diesem Musiktheater in vier Stationen führte Joachim Schloemer, Ausgangspunkt ist dabei die Barockoper «Les Indes Galantes» von Jean-Philippe Rameau.




Eine leere Shedhalle, ein dunkles Parkhaus, ein alter Hörsaal, ein neues High-Tech-Auditorium und ein Theatersaal – das sind die Spielstätten von «L’Europe sauvage». Basierend auf der Barockoper «Les Indes galantes» des französischen Komponisten Jean-Philippe Rameau, die auf vier verschiedenen Teilen dieser Welt spielt und dabei doch immer auf ein imaginiertes Europa blickt, sind wir in unserer Adaption des Stoffes schon dort. Aber was ist unser Europa eigentlich?
Wir bewegen uns auf der tektonischen Platte Eurasiens, die von Island bis Indien reicht. Wir werden gewandert, ohne es zu merken. Was verbindet uns?

Auf tausend Plateaus im und rund um den alten Swisscom Tower wurde ein Bild-Architektur-Tanz-Oper-Barock-Video-Clip-Repräsentations-Ungeheuer geschaffen.



Nach «Europera II» von John Cage, «Angelus Novus II» von Helmut Oehring oder einem eigenwilligen «Fliegenden Holländer» im Zentrum Paul Klee realisierte die HKB das vierte und bisher anspruchsvollste Musiktheater auf dem Areal ums Hochhaus. Für die Inszenierung von «L’Europe sauvage» konnte der international tätige Regisseur Joachim Schloemer gewonnen werden. Seine grosse Erfahrung im historischen wie im zeitgenössischen Musiktheater, seine Arbeit als Leiter diverser Tanzkompagnien und Ballettensembles ist beste Voraussetzung, um Darstellerinnen, Musiker und Publikum durch die Räume und Zonen rund um den HKB-Standort und das Hochhaus an der Ostermundigenstrasse in Bern zu führen.
Aus allen Bereichen der HKB kamen in «L’Europe sauvage» Studierende und Dozierend zusammen, um über die Grenzen ihrer jeweiligen Disziplin an einem komplexen Musiktheater teilzunehmen. Das Publikum zog dabei in Gruppen von einem Spielort zum nächsten – vom Parkplatz, über die HKB Theatersaal zum Auditorium im Hochhaus. In jedem der vier Haupträume wurden mit eigenen Teams spezifische Bilder, Klänge und Erzählungen geschaffen und im Transfer dazwischen poetische Verknüpfungen kreiert. 



 
© HKB, Bild: Annette Boutellier